AK Kultur

Allgemeine Informationen

Facebook: https://www.facebook.com/groups/116342055083251/

Kontakt:  kultur@stipendiat.org


Ansprechpartner

Lisa Ritter
Lisa Ritter

Dilara Parlak
Florian Scholten
Florian Scholten
Johanna Albrecht

Beschreibung

Der AKKU versteht sich als Ideenwerkstatt und bietet Raum für die unterschiedlichsten Interpretationen und Veranstaltungen, die man dem Begriff ‚Kultur‘ auf irgendeine erdenkliche Weise zuordnen kann. Dabei versuchen wir durch ein breit gefächertes Angebot von Themen und Seminaren der Vielschichtigkeit der Kultur, von Populär- bis Hochkultur, auf lokaler bis internationaler Ebene, Rechnung zu tragen. Entsprechend der Ideen und Pläne der aktiven Stipendiaten und Stipendiatinnen widmen wir uns so kulturhistorischen, interkulturellen, kulturpolitischen oder kulturtheoretischen Fragestellungen.

Der AKKU möchte zudem auch der schöpferischen Kreativität der FNF-Stipendiaten eine Plattform geben und die vielfältigen Fähigkeiten in seine Projekte einfließen lassen. Was das genau heißt, hängt von euch ab: Filmabende, Ausflüge, Reisen – wir bieten Raum, ihr richtet ein. Von Superhelden, Diskussionen über Religion und Staat bis hin zur vielseitigen Debatte über Kulturförderung – wir haben schon viele Themen gesehen und wollen noch mehr erkunden.

Neben den halbjährlichen Seminaren organisieren wir die KulTour, bei der AKKU-Mitglieder ihren Studienort zeigen und wir so Kultur vor Ort erleben dürfen.

Der AKKU ist immer offen für neue Ideen und Gesichter – wir freuen uns auf Euch!

Stipendiatisches Ensemble

Das Stipendiatische Ensemble wurde von unserer ehemaligen Koordinatorin Hannah Lehmann ins Leben gerufen und steht offen für alle, die gerne gemeinsam musizieren, Konzerte aufführen und damit reich und berühmt werden möchten (für Letzteres keine Gewähr).

Bei Interesse meldet euch gerne bei uns oder direkt bei Hannah unter Hannah_Lehmann@outlook.de.

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Aktuelles

FREI(?)Kirchen – Liberale Gemeinde oder zwanghaftes Kollektiv?

10.09. – 12.09.2021 in der THA

Während die beiden großen Kirchen in Deutschland besonders in jüngster Zeit von großem Mitgliederschwund betroffen sind, gewinnen freikirchliche Gemeinden an Anhängerschaft. Die damit wachsende gesellschaftliche und politische Relevanz erfordert eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik.

Es stellen sich zentrale Fragen: Was macht Freikirchen für Menschen in der heutigen säkularisierten Gesellschaft attraktiv? Wie frei oder eingeschränkt ist das individuelle Mitglied in einer freikirchlichen Gemeinde? Welche Anforderungen und Regeln prägen ihr Zusammenleben? Wie definiert sich das Verhältnis zwischen Freikirchen und Staat?

In diesem Seminar wird einen Überblick über das Spektrum der Freikirchen gegeben und der Unterschied zu den beiden Volkskirchen sowie anderen Glaubensgemeinschaften erörtert. Zudem werden die psychologischen und soziologischen Gründe für die vermehrte Hinwendung zu Freikirchen untersucht. Auch die Bedingungen und Vorschriften der religiösen Gemeinschaften an ihre Mitglieder werden aus liberaler Perspektive diskutiert. Daran schließen politische Überlegungen zum Verhältnis zwischen Staat und Kirche an. Die Reglementierungen und Vorschriften, welche diese Beziehung prägen, werden unter Beachtung der historischen Entwicklung analysiert. Zuletzt wird die Perspektive durch einen internationalen Überblick freikirchlicher Gemeinden erweitert. Auf diese Weise kann eine elaborierte Diskussion der Vereinbarkeit mit liberalen und demokratischen Prinzipien erfolgen, um so eine Antwort auf die Frage zu geben, wie viel Freiheit steckt in Freikirchen?

Archiv

Krieg in Bild und Ton – Zwischen War Porn und Verantwortung

18. – 20. Juni 2021 in der THA

Vom Propagandainstrument über ein Aufklärungsmedium bis hin zu voyeuristischem Konsum von Katastrophenbildern: Die Dokumentation von Kriegsschauplätzen in Bild und Ton hat sich seit dem 19. Jahrhundert immer wieder verändert. Manche behaupten, es sei pietätlos, individuelle Schicksale auf geradezu künstlerische Weise der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Andere halten dem entgegen, es sei gerade unsere Pflicht, sich mit den von Krieg und Gewalt betroffenen Individuen auseinanderzusetzen.

Wir wollen in unserem Seminar unter anderem die Frage diskutieren, wie sich durch den zunehmenden Wohlstand und langanhaltenden Frieden in der westlichen Welt unsere Sicht auf Kriegsdokumentation geändert hat. Dabei spielt neben der Darstellung in Film und Fotografie auch die Musik eine wichtige Rolle. Wir wollen uns mit den Menschen auseinandersetzen, die als Kriegsfotografen oder Dokumentarfilmer in Krisenregionen reisen, aber auch die Perspektive der Gesichter vor der Kamera näher beleuchten. Die verschiedenen Arten der Darstellung werden wir dabei auch aus rechtlicher und medienethischer Sicht analysieren.

Ist es tatsächlich War Porn, sich Filme und Bilder von Kriegsereignissen anzuschauen? Oder ist es gar unsere moralische Pflicht hinzusehen? In unserem Seminar wollen wir gemeinsam mit euch versuchen, eine liberale Antwort auf diese schwierigen Fragen zu finden.

Streaming: Kultur in 4K – Welcome to Generation Netflix and Chill

30.10. – 01.11.2020

Pünktlich zu Halloween und zu Beginn einer erneuten „online-Seminar Phase“ der THA, veranstalteten wir – der Arbeitskreis Kultur – unser Seminar mit dem Titel Streaming: Kultur in 4K – Welcome to Generation Netflix and Chill. Mit knapp 40 TeilnehmerInnen war das Seminar gut besucht und basierte auf einer interessanten Mischung aus StipendiatInnen, ReferentInnen und anderen Interessierten. Ein weiteres Mal feierten wir ein kleines Debut: Nachdem unser letztes THA-Seminar Li(e)beral – Zwischen Enthaltsamkeit und Kamasutra das erste Webinar der THA war, war es diesmal das erste Seminar das von Florian, einem unserer beiden neuen Koordinatoren, geleitet wurde.

Das Seminar startete direkt sehr kontrovers und aufregend. Statt eines klassischen Einstiegs etwa mit Blick auf die Geschichte des Themas, diskutierten wir mit Herrn Prof. Dr. Marcus S. Kleiner über sein Buch Streamland. Warum Netflix, Amazon Prime und Co. unsere Demokratie bedrohen und die bereits im Titel des Buches aufgestellte These.
Am Samstag beschäftigten wir uns mit Themen wie „Streaming vs. Fernsehen“, „Wieso streamen wir?“ und „Freiheit, Kosten und Monopol“. Die Vorträge sowie die aktivierende Gruppenarbeit sorgten erneut für spannende Diskussionen an einem langen und anstrengenden, aber vor allem erfolgreichen Tag. Zum Abschluss haben am Sonntag zwei Referenten mit Gesprächen zu den Themen „Wie verändert Streaming die Gruppe“ und „Zukunft des Streamings“ das Seminar abgerundet.

Das Interesse der SeminarteilnehmerInnen am Thema Streaming und ihre bereichernden Fragen in den Diskussionen haben uns und die ReferentInnen sehr gefreut. Damit Sie als LeserIn einen kleinen Einblick in das Seminar bekommen, möchte ich nun abschließend noch ein paar interessante Feststellungen und Informationen des Seminars zusammenfassen:

Nach Herrn Prof. Dr. Kleiner befinden wir uns in einer „on-Demand-Gesellschaft“. Das heißt, wir wollen Wissen (online) in möglichst kurzer Fassung und möglichst schnell und leicht zugänglich serviert bekommen. Das Problem dabei sei, dass Bildung vor allem durch Fremdheitserlebnisse erlangt werde und nicht nur derartige Kurzberichte. Zudem bergen derart algorithmisch zugeschnittene Informationen die Gefahr des Verlusts der Entscheidungsfähigkeit.

Dies führt zu einem weiteren zentralen Thema unseres Seminars: Entscheidungsfilter, beziehungsweise daraus entstehende Filterblasen. Einerseits erleichtern diese uns den Überblick über das zahlreiche Angebot, beschränken uns jedoch auch, da wir uns lediglich in unserem Interessensgebiet bewegen und die „Bubbles“ es schwieriger machen, sich in neue, andersartige Gebiete zu wagen.

Zudem haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob Streaming das lineare Fernsehen vertreibt. Die Meinungen dazu waren jedoch sehr gespalten. Es scheint sich ein Machtkampf abzuspielen zwischen Gewohnheiten, grenzenlosem Angebot, Kosten und Filterblasen, die die einen zum linearen Fernsehen, die anderen zu einem oder mehreren der Streaming-Anbietern zieht.

Auch die psychologischen Faktoren, welche uns hin oder weg vom Streaming bringen, haben uns beschäftigt. Zentrale Stichworte waren hier: Mittel gegen Einsamkeit, Soziale Bestätigung, Eskapismus, Identifikation, gesundheitliche Folgen wie Depressionen und die These, dass Streaming zu Extremismus führe.

Das AKKU Strukturtreffen – mal ganz anders!

29.– 31.05.2020

Wie so vieles in letzter Zeit, war auch unser diesjähriges AKKU Strukturtreffen ein bisschen anders als gewöhnlich. Aber solange die Kultur offen für digitale Innovationen ist, sind wir es auch! Also wurde unser Strukturtreffen kurzerhand zu einem dreitägigen Zoom-Meeting. Das Ganze war allerdings um einiges spaßiger und auch produktiver, als das erst einmal klingen mag.

Der Freitagabend startete mit einem „Speed Pub“. Nach einer kurzen allgemeinen Vorstellungsrunde kamen wir viermal für etwa 20 Minuten in kleineren Runden zusammen, in denen wir uns in interessanten Gesprächen näher kennenlernten. Das Ganze wurde getreu seinem Namen mit individuell kreierten Getränken abgerundet und führte zu einem sehr entspannten Beisammensein bis in den späten Abend.

Der Samstagmorgen läutete den Start in den produktiven Teil des Wochenendes ein. Dieser begann mit der Vorstellung des Arbeitskreises und einem Rückblick auf die Veranstaltungen im letzten Jahr. Davon inspiriert erfolgte eine erste Ideensammlung von Themen für zukünftige Veranstaltungen. Daraus entstanden im Laufe des Tages in äußerst produktiver Zusammenarbeit Pläne für interessante Seminare und Tagesveranstaltungen im kommenden Jahr. So wurde unter anderem der Entwurf unseres nächsten Seminars: Streaming in 4K: Welcome to Generation „Netflix and Chill“, das vom 30.10. – 01.11.2020 in Gummersbach stattfinden wird, konkretisiert. Des Weiteren wurden Konzepte für Veranstaltungen zur Kriegsdokumentation, zu Freikirchen und zur Kunst des (Zu)Hörens erarbeitet, auf die ihr sehr gespannt sein könnt!

Für den Samstagabend hatte sich unser Koordinatorenteam etwas ganz besonderes einfallen lassen. In Johannes Küche wurde ein nahezu professionelles Kochstudio aufgebaut, inklusive einer Herdkamera, einer Liveschaltung der beiden Köchinnen Johanna und Selma und Kommentierung durch Expertin Dilara. Je nach Geschick der Teilnehmenden entstand so in zwanzig verschiedenen Küchen ein vorzügliches Chilli, mal con Carne mal con Linsen. Den restlichen Samstagabend ließen wir wieder in heiteren Beisammensein via Zoom ausklingen.

Am Sonntagvormittag erfolgte die Vorstellung und Diskussion der am Vortag entstanden Veranstaltungsideen, sowie die Erläuterung weiterer Planungsschritte. So haben sowohl das Koordinatorenteam, als auch ein paar der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, eine Beschäftigung für die nächsten Monate gefunden. Zum Schluss verabschiedeten wir uns noch schweren Herzens von unserer Koordinatorin Selma und unserem Koordinator Kilian und möchten Ihnen nochmals für ihren Einsatz, ihre Ideen und Mühen danken. Als neue Unterstützung wurden Florian und Lisa in das Koordinatorenteam gewählt.

LIEBE\RAL – Zwischen Enthaltsamkeit und Kamasutra

24.– 26. April 2020

Wir sprechen nicht darüber. Wir tun es.

So trivial das Thema Sex im Alltag eines Einzelnen erscheint, so unsichtbar bleibt es dennoch in politischen Diskursen. Auch in der Bildung wird Sex so knapp wie möglich abgehandelt. Tatsächlich sind einige Tabubrü-che überfällig! Wir brauchen eine Debatte über die immens gewachsene Porno-Industrie, über rechtlichen Schutz in der Arbeitswelt und über die Garantie von liberalen Grundwerten. Wir müssen über die Position der Kirche und den Umgang in der Onlinewelt kritisch reflektieren und Prostitution, Sexskandale und neue sexuel-le Identitäten in das Spektrum von Diskussionsthemen integrieren.

Brauchen wir eine sexuelle Revolution? Ist Sex ein Kulturgut? Wie tolerant sind wir wirklich? Müssen wir Libe-rale unsere Position zu diesem Thema nachschärfen? Oder gar neu definieren?

Wir wollen es wissen. Ihr auch. Let’s talk about sex!

Freiheit und Kunst – Stipendiatenkonzert

Abendveranstaltung in Bonn am 02.11.2018

Eine Gruppe von Stipendiaten der FNF präsentieren im moderierten Konzert Werke von Komponisten, welche für Ihre jeweilige künstlerische Freiheit gegen Widerstände in besonderer Weise aktiv eintreten mussten – ob aufgrund ihres Werkes, der politischen und gesellschaftlichen Umstände oder ihres Geschlechtes. Weitere Informationen und Anmeldung im Shop unter Freiheit.org.

„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart
Abendveranstaltung im Aalto-Theater Essen am 03.01.2019

Nach einem Einführungsvortrag über das Stück, welches aufklärerische Humanitätsideale aus Kreisen der Freimaurer erkennen lässt, wohnen die Teilnehmer der Aufführung bei. Gemeinsam lassen wir uns inspirieren von der Oper „Die Zauberflöte“und diskutieren im Anschluss über mögliche Interpretation und zeitgenössische Konnotationen des Werkes.

Blick durchs Moscheefenster: Zeig dein Gesicht, Liberaler Islam!

Tagesveranstaltung in Berlin im Februar 2019 (Termin wird noch bekannt gegeben)

Was ist „liberaler Islam“ und wo finden wir ihn in Deutschland? Wie zeigt er sich im kulturellen Schmelztiegel Berlin? Auf der Suche nach einem Verständnis für die Verbindung von freiheitlichen und islamischen Werten wollen wir die „liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee“ besichtigen. Dass Moscheen für den Islam weit mehr als eine Gebetsstätte sind, wollen wir durch die weitere Besichtigung einer „klassischen“ Moschee in Berlin zeigen. In einer abschließenden Diskussion mit Referenten zum Thema wollen wir die Kontroversen und Ideen rund um einen liberalen Islam wie auch die Vereinbarkeit mit der deutschen Kultur besprechen. Ziel der Veranstaltung soll es sein, die verschiedenen Gesichter des Islam zwischen den Extrema Orthodoxie und Reformbewegung besser einordnen zu können.

Blickpunkt China: Der chinesische Drache und das Machtvakuum des Westens
– das Reich der Mitte am Ziel?

Seminar in der THA Gummersbach vom 15. – 17.02.2019

Ist China in Zeiten des durch die USA erzeugten Machtvakuums unter den westlichen Industrienationen, die neue starke Weltmacht und tritt es nun ebenbürtig an die Seite der USA? Wie ist China als Partner Deutschlands & Europas wirtschaftlich, aber auch politisch einzuordnen? Können geopolitische Interessen wichtiger sein als der Kampf gegen die chinesischen Menschrechtsverletzungen? In Kooperation mit dem Arbeitskreis Wirtschaft & Soziales wollen wir einen Blick auf den „chinesischen Drachen“ werfen und klären, wohin sich China entwickelt und woher es dabei seine Ideen zieht.

Kulturlos glücklich – Liberalismus als Antikultur?

Seminar in der THA Gummersbach vom 26. – 28.04.2019

Wir wollen uns mit dem umstrittenen Werk „Why Liberalism Failed“ von P. Deneen auseinandersetzen, mit Blick auf die Frage: In welchem Verhältnis steht die politische Theorie des Liberalismus zur Kultur? Auseinandersetzung mit Konsumkultur, Individuum und die Bedeutung von Kultur für die liberale Realpolitik sollen im Zentrum stehen. Gefährdet etwa die zunehmende Privatisierung von Kulturgütern als IP von Konzernen die freie Kultur? Stellt die Hyperindividualisierung unserer Zeit unser kulturelles Zusammenleben vors Aus? Das Seminar läuft als Teil unserer Reihe „Was ist liberale Kultur?“.